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MARTIN GmbH für Umwelt- und Energietechnik erteilt KuL den Auftrag zur Unterstützung bei der Implementierung des Toolkits BOARD 10 sowie des Theobald SAP Connectors.

Die MARTIN GmbH für Umwelt- und Energietechnik hat sich auf den Bau von Abfallverbrennungsanlagen spezialisiert und realisiert ihr Projektcontrolling zukünftig mit BOARD 10 und Theobald SAP Connector in Verbindung mit einer Staging Area auf der Basis einer MS SQL Server-Datenbank.


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JOST-Werke entscheiden sich für die Implementierung von BOARD sowie den Aufbau eines DataWarehouses

Für Analyse und Reporting fällt die Entscheidung zugunsten von BOARD in Verbindung mit einer Staging Area auf Basis einer MS SQL Server-Datenbank aus.


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iic group GmbH nutzt BI-Tool

Die iic group GmbH beauftragt KuL mit der Implementierung von LucaNet in Verbindung mit einer Staging Area auf der Basis eines MS SQL Servers und folgt damit der Empfehlung von KuL.


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Intelligenz der Unternehmen ans Licht bringen
- Der Nutzen von Business Intelligence liegt in der Massenanwendung -

Frankfurt, 14. Juni 2007  
Was haben Waschmaschine, Geschirrspüler, Auto oder Kaffeemaschine gemeinsam? Sie alle erleichtern den Alltag, nehmen Lasten ab, verkürzen Arbeitsabläufe und schaffen Freiraum für anderes. So ähnlich funktioniert auch das Prinzip von "Business Intellgence" (BI). Hinter diesem Schlagwort verbergen sich Softwarelösungen, die bei der Aufbereitung und Bearbeitung von Unternehmensdaten helfen sollen. Tätigkeiten wie die Erstellung von Finanzberichten oder die Analyse von Kennzahlen zur Produktionssteuerung fallen wie das Wäschewaschen oder Geschirrspülen in kontinuierlichen Abständen an. Hier heißt es, die Arbeitsschritte zu automatisieren und die Datenqualität unternehmens-weit sicherzusetellen, damit jeder Mitarbeiter auf dieselbe Datenbasis zugreift - egal, ob er am Hauptstandort sitzt oder in einer weit entfernt gelegenen Niederlassung arbeitet.

Das große Effizienzpotential von BI liegt in der Massenanwendung. "Es sind nicht die Einmalentscheidungen, bei denen der Nutzwert von Business Intelligence zum Vorschein kommt. Vielmehr macht BI bei den vielen kleinen alltäglichen Entscheidungen Sinn, indem beispielsweise möglichst viele Mitarbeiter in ihren Arbeitsabläufen durch die Informa-tionen aus den BI-Lösungen unterstützt werden", sagt Andreas Seufert, Experte für BI- und Management-Themen von der Fach-hochschule Ludwigshafen. BI ist nach Ansicht von Seufert jedoch nicht primär dazu gedacht, dem Management die großen strategischen Entscheidungen wie beispielsweise den Eintritt in neue Märkte oder den Kauf eines Unternehmens abzunehmen.

Hinter dem Wort Business Intelligence steckt keine ganz neue Errungenschaft: Management-Informations-Systeme (MIS) etwa oder Data-Warehouse-Lösungen hatten schon vor vielen Jahren das Ziel, mehr Transparenz in das Datenchaos von Unternehmen zu bringen. Doch das Umfeld hat sich im Laufe der Jahre stark gewandelt: "Das Geschäft wird immer schnelllebiger und komplexer", sagt Seufert. "Man muss in immer kürzeren Zeiträumen immer komplexere Entscheidungen treffen." Insbesondere durch die Expansion in andere Märkte und die damit meist verbundenen Zukäufe sind Unternehmen auf transparente Daten angewiesen. "Wenn ein Unternehmen aus 60 verschiedenen rechtlichen Einheiten besteht und 30 ERP-Systeme im Einsatz hat, dann hilft nur noch ein Meta-System, um den Überblick zu behalten", sagt Marcus Eul, Unternehmensberater bei A. T. Kearney und Spezialist für IT-Themen. BI-Systeme sollen helfen, die verborgene, sprichwörtliche "Intelligenz" der Unternehmen ans Licht zu fördern und nutzbar zu machen. Dabei ist das selten nur eine Frage der richtigen Software-anwendung. Vor allem Prozesse und die Organisation stünden Business Intelligence auf dem Prüfstand. "Die Verbesserung der Prozesse - Geschäfts- wie Entscheidungsprozesse-, das ist der Nutzen von BI", sagt FH-Professor Seufert.

Bisher haben BI-Lösungen vor allem solche Daten analysiert und zu Entscheidungsvorlagen aufbereitet, die schon sturkturiert irgendwo in den Systemen der Unternehmen gespeichert waren, zum Beispiel in Datenbanen. Das soll sich nun ändern. Den ersten Schritt ist der franko-amerikanische BI-Anbieter Business Objects mit dem Kauf des auf Textanalyse spezialisierten Unternehmens Inxight gegangen. " Wir sind der erste BI-Anbieter, der sowohl die Analyse von strukturiert vorliegenden als auch von völlig unstrukturierten Inahlten angehen wird", sagt Bernard Liautaud, Gründer und Ko-Vorstandsvorsitzender von Business Objects, jüngst in einem Gespräch dieser Zeitung. Unstrukturierte Daten - wie beisöielsweise E-Mails, Dokumente, Internetseiten oder auch Inhalte aus firmeninternen Netzwerken (Intranet) - sollen nach Angabe von BGusiness Objects immerhin etwa 80 Prozent der im Untenehmen vorhandenen Informationen ausmachen.

Aber auch die Nutzung der BI-Analysewerkzeuge auf kleinen mobilen ndgeräten wie Taschencomputern stellt neue Herausforderungen an die Anbeiter von BI-Anwendungen. Denn grafisch aufbereitete Berichte beispielsweise zu Prozess- und Finanzkennzahlen müssen dann auch den Anforderungen der viel kleineren Bildschirme mobiler Geräte gerecht werden.
Derein oder andere Anbieter von Business-Intelligence-Lösungen spielt zudem mit dem Gedanken, nicht nur die Werkzeuge, sondern gleich auch die Inhalte wie Finanzmarktinformationen den Kunden zur Verfügung zu stellen, beispielsweise als On-Demand-Lösung über das Internet. "Das, was für die Musikindustrie die Internet-Musikplattform iTunes von Apple ist, wollen wir für Geschäftsinformationen sein", sagt Business-Objects-Chef Liautaud, der die besagten Inhalte zwar an den Kunden weiterreichen, jedoch nicht selbst produzieren und besitzen möchte. "Auch Apple besitzt keine eigenen Musik-Labels." Doch bevor Business Objects dieseheeren Ziele erreicht, muss das Unternehmen sich erst mal auf die nächsten Wachstumsschritte konzentrieren. "Wir sind in Verhandlungsgesprächen mit einem potentiellen Kaufobjekt in Russland", sagt John Schwarz, Ko-Vorstandsvorsitzender von Business Objects und damit Kollege von Liautaud. Auch ein Zukauf in der Türkei soll in den nächsten 18 Monaten erfolgen.

Der Wettbewerb um die Marktführerschaft geht derweil in die nächste Runde: SAS Institute hat im vergangenen Jahr den deutschen Markt für BI-Lösungen dominiert, dicht gefolgt von SAP.
Zu den vier weltgrößten unabhängigen auf BI spezialisierten Anbietern gehörten 2006 neben SAS auch Business Objects, Cognos und Microstrategy. Ob alle auch zukünftig unabhängig bleiben werden, ist spätestens nach dem Kauf von Hyperion durch den amerikanischen Konzern Oracle fraglich. "Derzeit erleben wir den klassischen Lebenszyklus eines Marktes", sagt Seufert, und er fügt hinzu: "BI wird wachsen."

Trotz des erhofften Nutzens zögert manch ein Unternehmen mit dem Einsatz von BI: Grund sind die mitunter hohen Einführungskosten. "Bei einer Unternehmensgröße von rund 2 Milliarden Euro Umsatz können die Kosten für ein BI-System schon im siebenstelligen Bereich liegen", sagt Eul. Das zu stemmen kann für manchens Unternehmen eine harte Nuss bedeuten.

Quelle: FAZ Ausgabe Nr. 136 vom 15. Juni 2007

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